Das Jahrbuch will die Entwicklung der erneuerbaren Energien dokumentieren und kommentieren. Diesen Anspruch haben Autor Frithjof Staiß und ein 22köpfiges Expertenteam eingelöst. Mehrere der Experten sind auch Verfasser der KlimaschutzStudie für das Bundesumweltministerium von 1999. Inhaltliche Übereinstimmungen sind unübersehbar. Durch zahlreiche Praxisbeispiele und eine übersichtliche Gliederung ist das Jahrbuch jedoch mehr als eine besser verdauliche Zusammenfassung der Studie. Zudem ist es aktueller, das Erneuerbare-Energien-Gesetz bereits berücksichtigt. Das Buch ist besonders geeignet, um sich einen schnellen Überblick zu verschaffen. Technische Fragen werden kompakt beantwortet, die Wirtschaftlichkeit anhand einzelner Referenzsysteme durchgerechnet und die Chancen einzelner Energiequellen stets gut begründet beurteilt. Etwas mühsamer ist die Nutzung des Jahrbuchs als Nachschlagewerk denn ein Register fehlt. Inhaltlich wird ein Blick über Deutschland hinaus vermisst; ein Manko, welches die Herausgeber im Vorwort einräumen. Außerdem sind die zahlreichen Grafiken - alle in flauen Grautönen und sehr klein - nur schlecht lesbar. Der Verlag will dem nächsten Jahrbuch im Herbst 2001 die Grafiken deshalb auch auf CD beilegen. Doch auch der Kauf der aktuellen Ausgabe lohnt, denn ein besserer Überblick über die Situation regenerativer Energien in Deutschland dürfte kaum zu finden sein. Für den Solarserver ist das Werk sogar das »Solarbuch des Jahres 2000.